schriften (auswahl)

Essay Anmerkungen zu einer notwendigen Unmöglichkeit. In: Raphaela Henze (Hrsg.): Kultur und Mangement – Eine Annäherung. Springer VS. 2014. ISBN 978-3-658-05871-5

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Also, Anselm Reyle nimmt sich erstmal eine Auszeit: „In der letzten Zeit kam ich mehr und mehr in die Position, Anfragen zu beantworten, auch um den Betrieb an sich zu finanzieren.“ Der Betrieb? In der Betriebswirtschaftslehre ist das eine „planvoll organisierte (örtliche, technische) Wirtschaftseinheit zur Herstellung (Produktion) von (Sach-)Gütern und Dienstleistungen.

 

Essay Wie sich die Kunst auflöste und sich dabei wie neugeboren fühlte. In: Johannes M. Hedinger/Torsten Meyer (Hrsg.): Kunst nach der Krise – Ein Reader. Kadmos. 2013. ISBN 978-3-86599-200-0 Die Onlineversion: hier

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Die Begriffe Sinn oder Erkenntnis sind obsolet geworden, das Zauberwort kommt aus dem lateinischen und klingt erstmal harmlos, wenn man es übersetzt: innovare – erneuern. Nun, das ist jetzt nicht Revolution und auch nicht Revision, aber zumindest scheint es nicht bösartig. Das daraus generierte Zauberwort ist dann aber doch zum Zittern: Innovation!

 

Essay Searching for the Kunstverein Ultras – I ain’t afraid of no Ghost. In: Beate Anspach/Florian Waldvogel (Hrsg.): O Kunstverein, Where Art Thou? Institution anders denken. Distanz Verlag. 2013. ISBN 978-3-95476-041-1

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Der Kunstverein als ein regional verankerter Zauberberg einiger weniger, die ihre Wunden heilen und einen langen traurigen Abschied von der Welt der europäischen Gespenster nehmen.Und vielleicht brennt dann in den Trinkhallen noch Licht, wenn die anderen mit ihrer Team-Kreditkarte in eine Karaoke-Bar einkehren, um an ihren Soft Skills zu arbeiten …

 

Engl. Essay Mawkishness, Romanticism and Obstinancy. Notes on Labour, Work and Action. In: Corris/Joseph-Lester/Kivland (Eds.): Transmission Annual Volume IV – Labour, Work and Action. Artword Press. 2013. Transmission

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A social encounter becomes a civil war, action is distilled into consumption, soliloquy, and rage culminates in hatred: of those in power; the neighbours; the poor who lack pride; social conditions; what is unknown; of oneself for refusing to develop according to one’s own personal mythologies.

 

Essay Fuck off you dirty Fuckers. In: Anselm Lenz / Alvaro Rodrigo Pina Otey (Hrsg.): Das Ende der Enthaltsamkeit – Über Bars, Cocktails, Selbstermaächtigung und die Schönheit des Untergangs. Edition Nautilus. 2013. ISBN 978-3-89401-774-3 Die Buchvorstellung im Golem: hier

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Sie sagte, es sei für sie immer wieder erschütternd mich darin belächeln zu müssen, wie ich die Kombination aus regionalisierter Kulturlosigkeit und Imperialismus zu einem Markenzeichen erheben wollen würde. Auch ich müsse bedenken, sagte sie, dass sich meine Stilistik, mein ganzes Klassenidentitätsgehabe doch schlussendlich aus nichts anderem als dem Leviathan des Thomas Hobbes speise, während sich Thomas Morus konsequent an Wein gehalten hätte.

 

Buch V – Verkrampfung. Eine Einzelstimmung. Textem Verlag. 2011 / 72 Seiten. ISBN 978-3-941613-57-7   Zu der wunderbaren Reihe der Stimmungsatlanten sagt Deutschlandradio Kultur

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Bei Glück empfinden wir das Produktive als naheliegend, bei Schwermut brauchen wir schon die Hirnforschung zur Argumentation, wenn wir nicht mit larmoyanten Konstruktionen unser selbst vorlieb nehmen wollen. […] Verkrampfung ist etwas anderes, weil Verkrampfung keine Bedingung für Handlungsbereitschaft ist, sondern ein Verhältnis im Handeln selbst, vielleicht sogar das Handeln selbst.

 

Katalog Sonne, Musik und schwierige Verhältnisse – Backup-03: Bilder, Shows und Inszenierungen. Hrsg. Chodzinski/Garnatz. Textem Verlag. 2011 / 60 Seiten. ISBN 978-3-941613-79-9

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(Juia Garnatz im Vorwort) Die vielschichtigen Gedankenspiele, oder vielleicht sollte ich besser sagen Versuchsanordnungen und Rechenexempel, die keine wirkliche Lösung bringen, artikulieren sich nicht nur in Performance Lectures, sondern auch in Fotografien, Videos, Zeichnungen, Collagen und Objekten. Der Kosmos Chodzinski ist multivalent, ein Art Gesamtkunstwerk, das auch in seine Bestandteile aufgebrochen hervorragend funktioniert.

 

Essay  DIN 69901 – It’s a Family Affair… In: Elke Falat (Hrsg.): Familienangelegenheiten. argobooks. 2009. ISBN 978-3-941560-35-2

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Alle arbeiten an Projekten. Immer. Angestellte arbeiten an Projekten. Politiker auch. Straffällig gewordene Jugendliche arbeiten in Projekten. Kulturproduzentinnen arbeiten immer und ausschließlich an oder in Projekten. Manche wohnen in Projekten. Der Sozialismus ist ein Projekt. Bildung ist ein Projekt, Stadtentwicklung, Integration, die Spice Girls, die No Angels, Take That auch. Britney Spears? Vielleicht! Robbie Williams? Früher Mal! Alle, die nicht in Projekten arbeiten sind arbeitslos und asozial. Die sind nicht erwerbslos oder uninteressiert, die sind richtig arbeitslos –mit sozialer Ausgrenzung, identitärer Dekonstruktion, Parasitenstatus und all dem – und richtig asozial – nicht beteiligt, das Gemeinwesen verachtend, problembesetzt, drogensüchtig, gewalttätig und übel riechend – oder sie sind Beamte, das geht auch, im Moment noch. Und (21-22-weiter) sie leben in Familien!

 

Katalog Über stilvolle Bewegungen eines Pinsulaners in Städten und Organisationen – Backup-02: Texte, Zeichnungen und Präsentationen. Hrsg. Chodzinski/Clement. Textem Verlag. 2009 / 60 Seiten. ISBN 978-3-941613-79-9

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Meine Güte, was redet der Mann da? Was ist das für ein Mist? Ich sitz hier doch nicht in der Schule, der doziert so Sinn- und Strukturlos vor sich hin und hält sich für wer weiß wen. Das hätte ich mir jetzt wirklich sparen können…wann ist eigentlich Mittag?

 

 

Buch Kunst und Stadtentwicklung oder wie man ein vegetarisches Restaurant mit einer Horde Kannibalen führt. Hrsg. Hellweg/Holtmann/Chodzinski. IBA Hamburg. 2008 / 70 Seiten. ISBN 978-3981260915

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HafenCity ist eben das globale Zeichen, das Gefäß. Das Füllmaterial, die Potenz für die regionale Entwicklung, für die Kreativität, und all das, das ist Wilhelmsburg… und die IBA hat die politische Aufagbe dieses Potenzial sichtbar zu machen… es zu funktionalisieren.

 

 

Buch/Skript Revue#1 Bühnenmanuskript IIb. Textem Verlag. 2007 / 60 Seiten. ISBN 978-3-938801-18-5

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Keine Verbeugung. Nur ein kurzes Innehalten. Ein Moment der Starrheit bevor sich der Schwerpunkt verlagert und sich alles in fließenden Bewegungen auflöst. Der Vorhang schwebt zur Bühnenmitte, die Akteure nach Außen zu den rechten und linken Eingängen. Gegenseitig beschleunigen sich die Dinge, doch ist es die richtige Geschwindigkeit und so wie das Gesehene langsam verblasst, so füllt das Sprechen langsam wieder den Raum.

 

Buch Kunst und Wirtschaft. Peter Behrens, Emil Rathenau und der dm drogerie markt. Kadmos. 2007 / 310 Seiten. ISBN 978-3865990303

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Die Hauptthesen dieses Buches sind schnell zusammengefasst: Kunst und Wirtschaft bedingen sich als voneinander unterschiedene Felder und sind innerhalb von kapitalistischen Entwicklungslogiken konstruierte Antagonismen, an denen sich Entwicklungen schärfen. Aus unterschiedlichen Perspektiven fokussieren Kunst und Wirtschaft auf die Gestaltung von Gesellschaft und instrumentalisieren sich dabei gegenseitig. Die jeweilige Durchdringung des einen durch das andere hat einen Grad erreicht, in dem Unterscheidungen zwischen den Feldern nur noch als Projektionen behauptet werden können. Der wirtschaftsaffine Diskursraum Kunst entwickelte sich seit Mitte des 19. Jh. aus der Frage nach Funktion und Wirksamkeit künstlerischer Produktion und mündete in eine, sich als Kunst verstehende, Kunstgewerbebewegung und eine reflektierte Praxis der angewandten Kunst.

 

Katalog Vom gutgekleideten Tätigsein, widerständigem Tanzen und liberalen Städten – Backup-02: Texte und Präsentationen. Hrsg. Chodzinski/Falat. Textem Verlag. 2007 / 51 Seiten. ISBN 978-3-938801-27-7

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Das heißt, sein persönlich-subjektiver Erfahrungshorizont bildet den Ausgangspunkt der künstlerischen Produktion. Von hier verweist er auf größere gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge. Die berufliche Teil- bzw. Patchworkidentität, ist ein signifikantes Merkmal für den derzeitigen Umbruch in der Arbeitswelt. Sie ist aufgrund der unterschiedlichen Beschäftigungsverhältnisse von Chodzinski auch Teil seiner Biografie und damit auch häufig Thema seiner Arbeiten.

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