winterthur: Grosse Mythen – Kleine Mythen

In der Gegenwartskunst dominieren heterogene und hybride Formfindungen sowie das Sampeln von divergentem Text-, Sound- und Bildmaterial, welches im besten Fall in neue und werkimmanent plausible Zusammenhänge gebracht wird. Besonders die erzählerische Struktur in Videos ermöglicht mittels Begriffen, Klängen und Bildern eine Kette von Ursachen und Wirkungen sowie Absichten und Motiven herzustellen. Dieses Verfahren korrespondiert mit Techniken der Werbung: Um Produkte mit einer spezifischen Aura aufzuladen, werden sie in schillernde und «neomythische» Erzählungen eingebettet, welche durch eingängige Formulierungen und effektvolle Optiken vermittelt werden.
Die Gruppenausstellung #72 (Gastkuratorin Joëlle Menzi) versammelt künstlerische Positionen, welche mit vertrauten Motiven sowie begrifflichen Suggestionen spielen. Als Lesehilfe und theoretischer Fluchtpunkt dienen die Mythen des Alltags von Roland Barthes. In seinem Frühwerk reflektiert Barthes die Wirkungsmacht kollektiver Bilder und Erzählungen in kulturellen Phänomenen der konsumistischen Nachkriegsgegenwart.
Kuratiert von Joelle Menzi.winti
Zur Eröffnung Vortrag und Musik:
WER
WILL
DENN
ZUM
VERZICHT
AUFRUFEN,
WENN
ALLES
DENKEN
SICH
AUS
ÜBERFLUSS
GEBIERT!

arbeitsjournal: führung, 2016

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Legende.

  1. Datenblatt einer Messung aus der Trigeminusneuralgie mit Notizen zum Thema Hirnforschung, Wahrnehmungsgewohnheiten und Hypothesen zur Informationsverarbeitung von Organisationen. Notiz, Februar 1999.
  2. Alfred Georg Frei: Der Mann, der Davos erfand – Wie der linksradikale Asylant Alexander Spengler aus einem stillen Alpenwinkel den Ort machte in dem diese Woche wieder die Welt konferiert. Aus: DIE ZEIT, Nr. 5 vom 23. Januar 2003, Seite 78,
  3. Ulrich Krakel: Gefangen im Land der Oligarchen – Die Ukraine finde keinen Ausweg aus ihrer Dauerkrise. Aus: Tages-Anzeiger, Dienstag, 13. Dezember 2011, Seite 8.
  4. Kann ich Eisbär werden? (Bilder von Eisbergen). Zeitungsausriss, Herkunft unbekannt, ca. 2001
  5. Thomas Hahn: Die Stadt spricht – Twitter? Facebook? Nichts ist besser als die guten, alten Zettel an Bäumen und Laternen. Aus: Süddeutsche Zeitung, Nr. 198, 27./28. August 2016, Seite 10. Bildunterschrift: „Die Macht der Zettel: Protestaktion der Pro-Demokratie-Bewegung in Hongkong mit bunten Post-its.“
  6. Kanzleibogen (unbeschrieben), kariert Din-A2.
  7. Studie zu geplanten Verdichtungen, Bleistift auf Papier, 2016
  8. Perspektive: Inhalt. Vermittlungschart der Chodzinski-Noppeney-Consulting, ca. 2001
  9. Perspektive: Prozess. Vermittlungschart der Chodzinski-Noppeney-Consulting, ca. 2001
  10. Perspektive: Form. Vermittlungschart der Chodzinski-Noppeney-Consulting, ca. 2001
  11. 2 kleine Teller, Werkskantine AEG, undatiert.
  12. Skizze zur Berechnung der Doppelhelix-Struktur, James Watson/Linus Pauling, 29.Nov 1952. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 50, 28. Februar 2003, Seite 36
  13. Die wirrsten Grafiken der Welt: Virtuelles für Personalmanager. In: Die tageszeitung (taz), 16. August 2002, Seite 16
  14. Sibirische Tiger beim Baden im Leipziger Zoo, Fotografie, 1999
  15. Ohne Titel (Matrix-Organisation auf ungeklärter Historie). Zeichnung. Bleistift, Tinte, Post-its auf Papier, Din-A-3, 2016
  16. Ohne Titel (Ablauforganisation mit informellen Strukturen). Zeichnung. Bleistift, Tinte, Kleberechtecke, Post-its auf Papier, Din-A-3, 2016
  17. Ohne Titel (Business Units in Traditionsunternehmen). Zeichnung. Bleistift, Tinte, Klebepunkte auf Papier, Din-A-3, 2016
  18. Postkarte: Bob Thomas, Working Class Britain, 2000
  19. Besen
  20. Ohne Titel (Global agierender Konzern). Zeichnung. Bleistift, Tinte, Post-its, Klebepunkte, Klebeband auf Papier, Din-A-3, 2016
  21. Ohne Titel (Business Units in Traditionsunternehmen II). Zeichnung. Bleistift, Tinte, Klebepunkte auf Papier, Din-A-3, 2016
  22. Ohne Titel (Grassrootsbewegung, erfolgreich). Zeichnung. Bleistift, Tinte, Klebepunkte auf Papier, Din-A-3, 2016
  23. Ohne Titel (Grassrootsbewegung, stagnierend). Zeichnung. Bleistift, Tinte, Klebepunkte auf Papier, Din-A-3, 2016
  24. Männerwirtschaft – So funktioniert die deutsche Unternehmenskultur: Jeder misch bei jedem mit. In: Süddeutsche Magazin, Nummer 37, 12.September 2008, Seite 18f
  25. Postkartenständer und Fliochart mit je einer Postkarte, die Josef M. Ackermann zeigt. Zwei Fotografien, 2001
  26. Hendrik Ankenbrand: Unsere neuen Hungerlöhner – Sie kommen aus Rumänien und Bulgarien und machen Arbeiten, die sonst keiner will. Aus: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr. 43, 27. Oktober 2013, Seite 21. Bildunterschrift: Arbeiter im Schlachthaus.
  27. Flüstertüte, Batteriebetrieb mit Aufnahme-Funktion
  28. A.A.Huczynski/D.A.Buchanan: Organizational Behaviour. 2. bis 8., jeweils überarbeitete Ausgabe, 1991 – 2013. Prentice Hall
  29. aesthetics. Zeichnung. Filzstift und Kohle auf Papier, 30x40cm, 2009
  30. Revue für postheroisches Management. Heft 01/07.
  31. Patricia Pitcher (1997): Das Führungsdrama – Künstler, Handwerker und Technokraten im Management. Klett-Cotta.
  32. H. Lachmayer/ E. Louis (1998(Hrsg.)): Work&Culture – Büro, Inszenierung von Arbeit. Ritter Verlag
  33. B. Latour/P.Weibel (2005(Hrsg.)): Making Things Public – Atmospheres of Democracy
  34. Orientalische Hochzeitsvase.
  35. Min-Fog, portable Nebelmaschine.
  36. 4 tiefe Teller, Werkskantine AEG, undatiert.
  37. Armin Chodzinski (2007): Kunst und Wirtschaft – Peter Behrens, Emil Rathenau und der dm drogerie markt. Kadmos
  38. Flüstertüte
  39. Werkstatthocker, Buche, ca.1950
  40. Nachbau, der Rickenbacker 325 Gitarre, mit der John Lennon 1964 in der Ed Sullivan Show „I want to hold your hand“ spielte.

Peter Weiss 100: Ästhetik des Widerstands

8. November / 19.30 Uhr/ Nachtasyl, Hamburg /

An seinem 100. Geburtstag feiern wir den Schriftstpertwerweisseller, Maler und Filmer Peter Weiss. Kunstwerke spielen in seinem Roman „Ästhetik des Widerstands“ eine zentrale Rolle: zur historischen, kulturellen Spurensicherung und für den Diskurs mit den politischen Gegebenheiten. Ein Abend mit Filmen und Auszügen aus Texten von Peter Weiss, gelesen vom Thalia-Ensemble (u.a. aus „Die Ästhetik des Widerstands“; Einrichtung Christine Ratka), einer szenischen Passage aus „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats…“ (Einrichtung: Alek Niemiro), Kurz-Vorträgen (Matthias Günther (Dramaturg), Eckhard Rhode (Schriftsteller) und einer Performance von Armin Chodzinski (und Bauda). Ausstattung: Marion Schindler, Annika Stieneke. Mit Schauspielern des Thalia Ensembles und Gästen.

 

kunstgespraeche

kunstgespraeche

An einem Nachmittag in der Can-Factory auf unterschiedlich gemütlichen Sitzgelegenheiten, fand ein angenehmes und ziemlich ausführliches Gespräch statt. Der Künstler Nick Koppenhagen befragte gab Armin Chodzinski den ein oder anderen Anlass über Kunst im Allgemeinen und im Speziellen zu sprechen. Das Gespräch ist nun geschnitten und sortiert und auf der Webseite kunstgespraeche in ausgewählter Nachbarschaft zu hören und herunterzuladen.

aus dem atelier

bild2Alles Durcheinander: Führung, Organisation, Autorschaft, Management, Regie, Intendanz, Ästhetik, Bild und Sprache, Wort und Strich, Ordnung und Chaos, Archiv und Ablage P.

Alles durcheinander und die Sehnsucht nach Übersichtlichkeit bekommt Konjunktur.

Alles ist miteinander Verwoben und alle sind von allen abhängig und das Wir wird ganz groß geschrieben: WIR! Aber die Ressource! Die Ressource, das bin ich selbst und verantwortlich  bin ich! Sentimental werden die Geschichten von früher erzählt, Geschichten in denen ein Patriarch vorkommt, eine Regel, eine Hierarchie, ein Organigramm:

„Eines der Erfolgsgeheimnisse der AEG um 1900 waren die detaillierten Pläne der Werkstatteinrichtung, die der Gründer Emil Rathenau auf Papier entwickelte. Rathenau liess sich, nicht wie andere durch die Praxis in der Werkstatt beeinflussen, sondern organisierte mit Stift und Papier Maschinen, Prozessketten und Abläufe einfach neu. Auf einem weissen Blatt Papier ordnete er Maßstabsgetreu die Maschinen in der Architektur an, um Prozesse zu optimieren und sich dabei nicht von etwaigen Aufwänden, Schwierigkeiten oder ethischen Bedenken beeinflussen zu lassen. Das bestmögliche Ergebnis entstanden auf Papier ohne Rücksicht auf die diffizile Umsetzung, aber mit fachkompetenter Expertise. Ein Papier, ein Plan, eine Zeichnung als Anweisung, Führung als Befehl und alles andere ist Material. Rathenau hatte sich wahrscheinlich viel zu erzählen mit dem Künstler Peter Behrens, der an der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule Kompositionsübungen auf Papier als die Grundlage eines künstlerischen Schaffens predigte, das in der Gesellschaft wirksam werden wollte. Es ging auch um Zeichnung als Behrens zum künstlerischen Beirat der AEG berufen wurde: Der Künstler, der durch die Zeichnung die AEG zwischen Produkt, Architektur, Werbung, Logo als Heilsbringer für die Welt erschaffte und Rathenau, der mittels Zeichnung Effizienz, Prozessoptimierung und theoriebasierte Führung in Produktion und Logistik realisierte.“

Die Anweisung, die totalitäre Behauptung hat sich nicht nur in der Kunst ad absurdum geführt, sondern ist in allen gesellschaftlichen Feldern, dem Dialog gewichen, dem Zeigen, dem Diskutieren, dem Ver- und Aushandeln. Die Welt ist nicht wirklich komplexer geworden, aber die Komplexität ist sichtbarer. Die Zugänglichkeit und Verfügbarkeit des Wissens macht es nicht eben einfacher und die Sprache kommt ein uns andere Mal an ihre Grenze. Wenn der Vertriebsleiter im Handelskonzern vor 20 Jahren der Nachfrage einer Angestellten mit einem lauten „Ich geb’ Dir gleich Warum!“ begegnete, war das damals schon nur noch als Witz zu verstehen.

Abbilder von Organisationen als Mittel oder Vergegenwärtigung von Führung beruhigen vielleicht den ein oder anderen, aber mit der Wirklichkeit haben diese nur wenig zu tun. Wir sehnen uns danach, das die Verbindung zweier Punkte eine gerade Linie ist, das es ein Oben oder ein Unten gibt, das alle Verbindungen sichtbar sind und ansonsten betrachten wir schöne Eisberge und finden Synonyme für das Unbekannte: UROG. Die Organisation als mythische Erzählung. So wie die Künstler lernen mussten, das es keine Autonomie gibt, das alles immer einen Kontext und einen Leistungsort hat, so ist dies in allen anderen gesellschaftlichen Feldern auch zu lernen: Die Verhältnisse wechseln, die Kontexte verändern alles, die Methoden sind nicht universell und das Eindeutige nichts weiter als eine Vereinbarung  – eine temporäre Vereinbarung.

Das Conversationslexikon is back!

Adem 14. August wieder sonntäglich: Dr. C.’s Conversationslexikon: G wie Geld, S wie Wchulden, W wie Wachstum.

Aus der Ankündigung auf SWR 2

Wie lassen sich die gegenwärtigen Wirtschaftskrisen verstehen
Eine der schmerzlichsten Erfahrungen verschaffen uns die gegenwärtigen Wirtschafts- und Währungskrisen, Pleiten und Zusammenbrüche. Wir kapieren auch bei größter Anstrengung nicht mehr, was da wie passiert. Das tut weh. Wer nichts versteht, weiß nicht nur nicht Bescheid. Wer nichts versteht, kann auch nicht mitreden. Mitreden bedeutet Konversation. Dafür gab es früher Konversationslexika.

Findet man Erklärungen im Internet?
Denn das war der Sinn von Nachschlagewerken: profundes Wissen liefern, damit man sich die Welt nicht durch ahnungsloses Brabbeln erklären muss. Doch woher bezieht man heute dieses Wissen? Steht doch alles im Internet, behauptet eine weit verbreitete Legende. Ja schon, da steht etwas. Da steht sogar sehr viel. Und vieles bewegt sich auch. Aber wird man dadurch klüger? Erkennt man Zusammenhänge, Ursachen, Wirkungen, historische Bezüge und künftige Konsequenzen? Lässt sich Meinung und Information und Verschwörungstheorie unterscheiden? Oder ist das alles nur ein großes Brabbeln?

Erklärungen aus dem Conversationslexikon
Wer versucht, sich online über ökonomische Begriffe wie Geld und Wachstum, Schulden und Effizienz schlau zu machen, merkt schnell, wie schwierig das sein kann. Genau da hilft Dr.C. – mit seinem Radio-Konversationslexikon bzw. Conversationslexikon. Das „C“ sieht etwas antiquiert aus, aber die Methoden des Dr. C. sind alles andere als das.

Dr. C. ist Armin Chodzisnki, geboren 1970 in Hamburg. Er studierte bildende Kunst und promovierte in Anthropogeographie (die Wissenschaft gibt es tatsächlich, von keinem geringeren gegründet als Alexander von Humboldt – näheres steht in jedem Lexikon …). Armin Chodzisnki arbeitete im Management eines Handelskonzerns und in der Unternehmensberatung, dozierte an Kunsthochschulen und Wirtschaftsfakultäten und ist Künstler, Autor und Performer.

Die Methoden des Dr. C.
Er referiert, theoretisiert, exemplifiziert: Zitate, Thesen, Verweise, Quellen und Dokumente. Armin Chodzinski denkt laut und live – und manchmal tanzt er auch dazu, sogar im Radio. Manchmal mag er dabei etwas verkrampft wirken, aber das ist nur dem Umstand geschuldet, dass er auch die komplexesten Zusammenhänge auseinanderdröseln will. Zugegeben: was er als Wissen vermittelt, ist ordentlich mit Meinung untermischt. Aber das wird einem sofort klar, wenn man ihn sieht: der Mann mit der markanten Brille und dem lachsfarbenen Anzug ist eindeutig kein Hochschuldozent. (Und tatsächlich: man „sieht“ seinen Auf- und Anzug sogar im Radio …)

Unterstützt wird Chodzinski bei seinen therapeutischen Bemühungen vom Musiker Nis Kötting und den Schauspielern Iris Minich, Ruth Marie Kröger und Andreas Grötzinger. In einer vierteiligen Kunst-Musik-Bildungs-Revue-Feature-Reihe nimmt sich das Quintett Begriffe vor, die hochabstrakt scheinen, in ihrer Wirkung aber sehr konkret sind.

So lässt Dr. C. fast keine ökonomische Frage offen. Und er deutet sogar an, wie man aus den Teufelskreisen wirtschaftlicher Miserendynamik herauskommt: einfach mal hinsetzen und gar nichts tun – außer SWR2 hören.

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expedition in v(oy)age vorstellungen!

Illustre Gäste auf dem Weg in die Auseinandersetzung! 5 Nächte – 30 Gäste! 19.30 Uhr bis 6.00 Uhr. Eine Expedition in v(oy)age Vorstellungen zwischen Utopie, Dystopie, Vision, Rationalität, Maßnahmenplänen, Fatalismus und vielem mehr! Das Gepäck ist definiert und versprochen wird nichts, denn auf dem Weg durch die Nacht, durch den Zwischenraum ist und bleibt alles unberechenbar!

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„Begriffen kann man sich über deren Definitionen nähern, die vielleicht nicht sonderlich modisch sind, aber zumindest für eine Zeit lang Gültigkeit behaupteten. So speist sich eine Vorstellung von Utopie zum Beispiel aus einem Eintrag des Brockhaus‘ von 1974, in dem als Eckpunkte der Utopie dessen Realisierbarkeit und Umsetzungsmöglichkeit genannt werden. Im selben Eintrag wird die Religion explizit ausgenommen, da sich in der Religion immer auch der Verweis auf das DAVOR und das DANACH findet, das im Sinne des Brockhauses eben gerade kein Möglichkeitsraum, sondern ein Glaubensraum sei.
Die Utopie als literarische Form, als Erzählung, ist immer auch eine Schöpfung, der Entwurf einer Möglichkeit, die – soweit zu überblicken  – frei von jedweden Wundern ist. Die Utopie folgt der Naturwissenschaft, entwickelt sich damit und darin und kommt zu allerlei Mutmaßungen was der Mensch sein könnte, wenn er nur wollte. Diese bewusste Entfernung von den Bedingungen der Existenz, die das menschliche Geheimnis immer nur unterkomplex darstellt, immer Aspekte verschweigt oder Wünschen ein breiten Raum einräumt, machte die Utopie zunehmend fragwürdig.
Denn in Jahrhunderten wurden wir der Tatsache gewahr, das die Anwendung eines Planes eben meist nicht viel mehr als Ärger bringt und eigentlich nur der ernsthaften Entwicklung mit all seinen Rückschlägen zu trauen ist. So ist der Blick auf Religion in seiner Erscheinungsform Kirche doch auch deshalb in Verruf geraten, weil sich eben gerade kein verschriftlichter Plan in die Welt legen lässt.“