Das Tanzalphabet in Potsdam

In der Ausstellung Restraining Order. The Art of Selfcontrol im Einstein Forum in Potsdam wird erstmals das gesamte Tanzalphabet als Videoinstallation zu sehen sein.
x_xeffizienz

 

Ausstellungseröffnung am 23. April um 19 Uhr im Einstein Forum Potsdam
Mit Arbeiten von: Sven Bergelt, Leipzig; Armin Chodzinski, Hamburg; Kathrin Ganser, Berlin; Carsten Hensel, Potsdam; Irene Izquierdo/Pantelis Pipergias Analytis, Berlin; Koschies, Potsdam; Lindsey Landfried, Pittsburgh/Berlin; Paula Muhr, Subotica/Berlin; Christa Panzner, Potsdam; Ariane Pauls, Berlin
Einführung: Adrienne Goehler, Berlin


Fuck-off you dirty Fucker! oder Take-it-Sloe-Honey!

Das ist der Titel meines Beitrages für das Buch: Das Ende der Enthaltsamkeit, herausgegeben von Anselm Lenz und Alvaro Rodrigo Pina Otey, das gerade in der Edition Nautilus erschienen ist. In der Ankündigung heißt es:

In sieben mysteriösen Zirkeln und unter prophetischer Mitgift von 21 trinkfesten Autorinnen und Autoren fächert die Cocktailbar »Golem« am Hamburger Fischmarkt die Welt der Spirituosen mit Humor, kritischer Distanz, historischem Bewusstsein und heiterm Wahnsinn auf:
Roger Behrens schreibt über den kulturhistorischen Hintergrund von Alkohol, Thomas Ebermann fragt sich, was Herbert Marcuse über Hedonisten dächte, gäbe es sie denn tatsächlich wie behauptet im Golem, Tino Hanekamp berichtet vom Selbstversuch ohne Saufen, Heinz Strunk stellt Trinker gegen Abstinenzler (also Gut gegen Böse), Georg Seeßlen begeistert mit dem kurzen Theaterstück »Zwei Bier – Einakter«, der Philosoph Fahim Amir wagt sich in das bisher noch recht unerforschte spannungsreiche Themenfeld Tiere und Alkohol und so manches mehr, von Clemens Hell, Kerstin Stakemeier, Hermann L. Gremliza, Armin Chodzinski, Nis-Momme Stockmann, Dirk von Lowtzow, Oline Brandes, Dennis Poser, Philipp Meier von Rouden, Xenobia von Fortaille, Hans Stützer, Oliver Bulas und einigen anderen.

Neben Praktischem – wie 16 Rezepten für exquisite Cocktails, der Anleitung für die perfekte Hausbar und illustrierten Beispielen für die Eleganz der Dekadenz – geben die Herausgeber einen Einblick in die Geheimnisse der Selbstermächtigung (oder das, was sie dafür halten).

Who am I? Das Wir ist ein Anderes!

Who am I? Das Wir ist ein Anderes! ist eine Bekenntnis-Lecture. Letztlich eine Hochschwindigkeitspassage durch Verletzungen, Sozialisiationen, Unzurechnungsfähigkeiten und die Auflösungserscheinungen der Kunst in Zeiten der Creative-Cluster. Erstmals auf deutsch wird die Lecture an Druck und Vevre gewinnen, denn es schimpft sich nirgends so gut wie in der Muttersprache.
Es wird getanzt werden. Das Ganze im lachsfarbenen Zwei-Reiher mit Einstecktuch und bewusst gewählter Krawatte. Das Warm-Up macht Richard Sennet
1. Mrz 2013 – Kampnagel/Hamburg im Rahmen von Work in Progress Don’t miss it!

k wie kontrolle

Da es bis zur nächsten Vorstellung des Tanzalphabetes aus Termingründen noch ein wenig dauert, finden Sie hier die Veröffentlichung des Buchstaben K wie Kontrolle zum Wohlgefallen und Reflektieren. Das Tanzalphabet ist eine Forschunganordnung, denn was man versteht muss man tanzen, man muss seinen Körper befragen und dann weiterforschen. Vielleicht ist K wie Kontrolle ein direkter Link zu der Veröffentlichung von Robert Pfaller mit dem zweifelhaften Titel Wozu es sich zu leben lohnt – aber eben nur vielleicht.

textfragment: die falle der kunst in öffentlichen räumen

Ein Textfragment als Resultat einer Email-Kommunikation, das ich gerne hier unverbindlich und unvermittelt veröffentliche:

“So fundamental der Gedankensprung von der Denkmals- und Stadtmöblierungskultur zur Kunst im öffentlichen Raum (KiöR) war, so fundamental ist die Notwendigkeit diesen Begriff heute einer Revision zu unterziehen. In der Regel verändern sich Auffassungen nur sehr langwierig, sind dann aber irgendwann so selbstverständlich und stabil, dass andere Praxisformen kaum mehr vorstellbar sind. In den Diskussionen um Kunst im öffentlichen Raun gelten diese Regeln nur bedingt weil sich im Windschatten einer öffnenden Debatte um Freiheit, Autonomie und Relevanz immer wieder der Zweck und die Funktion beigemischt hat. Monumente der Selbstvergewisserung, Denkmale als Teile der Repräsentationskultur, Platzgestaltungen, Leuchttürme und Landmarken sind letztlich auch in ihrer Zeit leicht durchschaubare Gestaltungen der herrschenden Machtverhältnisse – ohne große Zwischentöne sind es klare Zeichen. Zeichen gegen die aufbegehrt werden kann. Der Bruch mit dieser Tradition war ebenso notwendig wie halbherzig, aber verständlich: Sieht man sich in der Stadt um, so finden sich immer wieder soziale Konstruktionen, die Werke des Autonomen  überhaupt erst ermöglichten. Die Ansammlung der dinglichen Gestaltungen ist mit einigen Ausnahmen vor allem eine Parade der städtischen Leistungsschau: Ein Defilee der Hamburger Hochschullehrer (Scharff/Walther/Rückriem/Bill/Graham) und deren Schüler, genauso wie Material gewordener Lobbyismus des Hamburger Bürgertums (Fleer, …).
Ein Bruch mit dieser aufgeklärten aber letztlich irgendwie auch halbherzigen Tradition bildet Park Fiction. Eine ortsbezogene Arbeit, die sich fernab der Strukturen aus der Notwendigkeit gestalterischen Handelns seinen Weg bahnt und die politische Grundfrage der Kunst: Wie wollen wir leben? auf vielfältige Weise mit Inhalt füllt. Nun ist aber für die Diskussion um KiöR dieser Bruch eben gleichsam das Problem. In der Vermischung von Kunst, sozialer Arbeit und Stadtgestaltung wird das künstlerische Moment immer ungenauer und sieht sich der totalen Verzweckung gegenüber, die weniger mit Kunst als vielmehr mit Stadtteilkultur zu tun hat. Seit Richard Florida generiert die Kunst ein fast Modernes Verständnis seiner eigenen Bedeutung. Angefüllt mit der Hybris der totalen Gestaltung, mäandert die Kunst, die den Stadtraum ernst nimmt zwischen sozialpolitischer Notwendigkeit, regionalem Gesellschaftentwurf und anwendungsorientierte Gestaltung, kurz: Design.
Wenn ein Stadtkurator heute eine Aufgabe hat, so kann man diese Aufgabe aus unterschiedlichen Perspektiven anschauen und alles erscheint einschüchternd, komplex, unlösbar, aber vor allem auch aufregend und lohnend: Zwischen Funktionalität, Repräsentation und Zweckfreiheit geht es um nicht viel weniger als um die Frage der Kunst insgesamt. Genausowenig wie man die Herstellung von Luxusartikeln als Kunst begreifen sollte, kann man buntangemalte Sozialarbeit ohne nachhaltige Verantwortung als Kunst durchgehen lassen. Die Arbeit an Fragen der Kunst im öffentlichen Raum ist eine Frage nach Erscheinungsformen genauso, wie eine Frage des Verhältnisses, der Beziehung und der Relevanz von Kunst an sich. Die Tatsache, dass es die Öffentlichkeit als eindeutigen Begriff immer nur als politischen und nie als sozialen Begriff gab, fokussiert dabei das Problem, denn das Politische mit der Öffentlichkeit ist dem Privaten mit den Öffentlichkeiten gewichen – zumindest im städtischen Raum. Die Frage ist zum Beispiel durch Annette Wehrmann, durch ihre Suche nach den Orten des Gegen formuliert worden. Dabei geht es in der freien Rezeption eben nicht um das politische oder private Gegen, sondern um die Suche nach ortsfixierten Möglichkeiten.
Nach allen Diskussion der letzten Jahrhunderte ist es dabei  sehr wichtig sich zu vergegenwärtigen, was Kunst denn eigentlich kann oder ist. Der Vereinnahmung durch die Repräsentation, folgte die Vereinnahmung durch die Bildung: Kunst für alle war ja auch immer der Slogan mit dem die Kunst im öffentlichen Raum gerechtfertigt wurde. Mit einer gewissen Plötzlichkeit wurde Kunst zur Kunstpädagogik und auf ein Vermittlungsangebot reduziert wurde. Die Relevanz der Kunst im städtischen Raum – auch eine recht nebulöse Behauptung – wurde auf die Sozialstruktur der Räume reduziert und durch die Theorien des Gentry von der Kunst zur Kreativität umformuliert.
Bei alledem bleibt der Kern der Kunst unbearbeitet, vielleicht ist dieser Kern ja auch nur noch ein Mythos, aber immerhin hält dieser Mythos im Wissenschaftsbetrieb seit Jahren strukturellen Einzug: Kunst ist ein Mittel der Erkenntnis!!! Ein Mittel gibt nicht vor vermittelbare Erkenntnis zu sein, ein Mittel ist ein Mittel, vielleicht ein Medium, aber vor allem etwas, dass sich eben nicht in bestehenden Kategorien fassen lässt, weil diese Kategorien ja immer schon Resultat sind unter denen etwas zur pädagogischen Illustration wird.”

confirmations

Das Jahr läßt sich in der Tat gut an und es sind weitere Veranstaltungen in Planung: Ausstellungen in Berlin, Hereford (GB) und China. Lectures in Venedig, Hamburg und Berlin. Perfromance-Shows in Hamburg und Bern.

Sobald die Daten endgültig fixiert und die Eckdaten bekannt sind, findet genauere Informationen bei den Terminen – es lohnt sich immer mal zu schauen! Es würde mich freuen viele Menschen zu treffen und ich freue mich auf gute Veranstaltungen!

zärtlicher opportunismus – die messe ist gelesen

Die Lecture Zärtlicher Opportunismus – Ich möchte Teil eines sozialen Mediums sein  im Kunstverein Hamburg war eine Messe. Eine Mitschnitt kann man hier anschauen: Livestream
Es war ein guter Abend mit dem Premiereneinsatz meines neunen Effektgerätes, das leider im Rahmen der Raumakkustik mehr schlecht als recht funktionierte.
Auch eine Lecture, die eine Singleauskopplung nahe legt – der Sound ist allerdings sehr schlecht: Mark Zuckerberg sagt (im Stream ab 13:20 min)

like anselm kiefer!

Heute startet die Ausstellung Bandsalat – Aufnahme, Wiedergabe, Rücklauf, Stopp im Studienzentrum für Künstlerpublikation im Museum Weserburg in Bremen. Die Ausstellung ist in jedem Fall ein Besuch wird und geht vorraussichtlich bis Mitte Mai. Schön ist es, wenn die Presse den Punkt trifft, der interessant ist, wie zum Beispiel Radio Bremen oder aber auch die Kreiszeitung.

zärtlicher opportunismus

Eine Lecture-Show über Tweets, Posts und Likes zwischen gesellschaftlicher Sehnsucht, individueller Notwehr und therapeutischer Einsicht.
19. Februar 2013 / 19 Uhr / Der Kunstverein, seit 1817 / Hamburg
Dr. C erklärt in einer Lecture-Show sein Verhältnis zu Sozialen Medien und dessen Wahlverwandten, den Grundprinzipien der Bürgergesellschaft. Als Bastard zwischen den Disziplinen entwickelte er in den letzten Jahren eine tiefe Beziehung zu sozialen Netzwerken, die es ihm ermöglichten, allein im Gestern sitzen zu bleiben, ohne an diesem Umstand leidend zu Grunde gehen zu müssen. Die Art und Weise seiner Nutzung ist dabei völlig unklar und entzieht sich stündlich und minütlich gedachten und entwickelten Strategien, die er bildet, um so zu tun, als hätte er den Überblick. Die Offensichtlichkeit, mit der er sich in diesen Netzwerken verliert, mündet in diesen öffentlichen Bericht mit Musik, Beispielen, Bekenntnissen, Fahnen und unterschiedlichen Krawatten.

Veranstaltet von der AKRA GmbH im Rahmen der Social Media Week Hamburg. Im Anschluss: Umtrunk an die Bar des Kunstvereins im Foyer. Anmeldung

hörspiel des monats

Die SWR-Produktion “Pieta Piëch. Ein Dokumentarpassionsspiel” von Walter Filz ist im Januar 2013 Hörspiel des Monats der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Dies hat die unabhängige Jury Ende Januar entschieden. Das Gewinnerstück wurde im November 2012 bei den ARD Hörspieltagen unter Mitwirkung von Schauspielern, Mitgliedern des SWR Vokalensembles Stuttgart und dem Performer Armin Chodzinski in einer Live-Inszenierung uraufgeführt und war am 27. Januar in SWR2 zu hören. Autor und Regisseur Walter Filz beschreibt darin in sieben Stationen den Lebens- und Leidensweg des Porsche-Enkels und VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Karl Piëch. “Pieta Piëch” steht zum Herunterladen und Nachhören auf www.SWR2.de/hoerspiel.

Bandsalat -Aufnahme, Rücklauf, Wiedergabe, Stopp

Studienzentrum für Künstlerpublikationen im Museum Weserburg, Bremen
09. Februar 2013 – 12. Mai 2013

Audiokassetten in der zeitgenössischen Kunst
Der Kassettenrekorder eröffnete bildenden Künstlern vor allem seit den 1970er Jahren neue, einfache Möglichkeiten der Aufnahme und Verbreitung von Soundworks, Klangexperimenten, Interviews und Tondokumenten. Nicht mehr an aufwändige Studio-Technik oder Mindestauflagen gebunden, konnten in eigener Regie akustische Projekte umgesetzt und nach Bedarf kopiert, verbreitet und getauscht werden.

tanzalphabet

Nach einem durchwachsenden Auftritt beim Eröffnungsredner Wettstreit des Kunsthasserstammtisches und einer sehr guten Lecture im Ballsaal des Thalia in der Gaussstrasse Hamburg, geht es nun nahtlos weiter:

Die erste Präsentation des nun fertiggestellen Tanzalphabets im Golem, Hamburg

Der Versuch die Sedimente des Handelns im Tanz zu betrachten – strukturiert und alphabetisch. Das klingt kompliziert, aber was man nicht versteht, muss man tanzen. Armin Chodzinski ist Künstler, Performer und Autor und immer wieder drehen sich seine Arbeiten um Begriffe: Von Arbeit und Befriedigung, über Gemeingüter oder Wachstum, bis Macht, Punk und Zweifel. Jedem Buchstaben des Alphabets hat er seit 2009 einen Begriff zugeordnet, dazu ein passendes Stück Musik ausgewählt, versucht das ganze tanzend zu verstehen und davon jeweils ein Video gemacht. Ein roter Vorhang, ein Anzug, eine Kamera. Da gibt es Karaoke-Videos, exstatischen Ausdruckstanz, Neuinterpretationen alter Lieder und Modellbau. Einige dieser Videos verwendet er in seinen LEcture-Shows oder kompiliert daraus Ausstellungsbeiträge.
Nun wird in einer Reihe von drei Veranstaltungen im GOLEM erstmals das vollständige Alphabet vorgestellt. In kurzen begleitenden Essays stellt Armin Chodzinski seine Video-Analyse in einen Kontext – manchmal kryptisch, manchmal konkret, manchmal hilflos, manchmal arrogant, um dann die zwischen 2 bis 6 min langen Video-Miniaturen zu zeigen. Eine Tour de Force durch die Alphabetisierungsversuche eines Universaldilettanten, der gerne Gin trinkt. Erster Termin: Sonntag 27. Januar, 20 Uhr

jahresstart

Das Jahr startet durch: 6 Shows in 8 Wochen dazu ein Ausstellungsaufbau im Museum (Informationen folgen), ein Hörspiel, Zeichnungen, Fahnen und dazwischen nach London für ein paar Tutorials in Wimbledon. Es lohnt sich dieser Tage mich auf Twitter oder auf Facebook zu verfolgen oder gelegentlich diese Seite aufzusuchen, um bei den Terminen zu stöbern. Hauptsächlich ist Hamburg erstmal dran, alles weitere kommt dann bald…und außerdem gibt’s ja am 27.01 ein Hörspiel auf SWR 2 mit meiner Beteiligung für die Daheimgebliebenen. Also: Stay Tuned!

die unruhen des herrn c.

Endlich wird die Lecture-Performance „Die Unruhen des Herrn C.“ auch in Hamburg zu sehen sein. Zwischen Analyse, Gymnastik, Gesang und Selbstversuch geht Chodzinski der kollektiven Verinselung auf den Grund und umkreist die Frage, warum es unmöglich ist, sich in der Sonne gehen zu lassen. Oder, wie es die SZ mal schrieb: Chodzinski legt „am eigenen Leibe das Sehnsuchtsmoment offen, das die ökonomische Inszenierung des Ichs antreibt, und macht uns damit zu Zeugen eines Fluchtversuchs mit offenem Ausgang.”

18. Januar 2013 im Ballsaal/ Gausststrasse / Thalia Theater Hamburg / 22 Uhr

Die Lecture ist eine Vorarbeit zu dem 2011 erschienen Buch V wie Verkrampfung im Textem Verlag.

Während wir uns von der Verkrampfung auf dem Massagestuhl scheinbar erholen können, schreit die Spastik nach Medikamenten. In jedem Fall ist Verkrampfung nicht gut. Der richtige, der gute Zustand unserer Muskeln wird von einem seelischen Zustand bestimmt, der weder nervös, noch im weitesten Sinne verkrampft ist – im Gegenteil: Seit es den Kapitalismus gibt, seit es die industrielle Revolution gibt, seit es die Möglichkeiten und Chancen gibt, die wir nutzen können, sollen oder gar müssen, seither gibt es einen Zwang zur Lockerheit: Die Verheißung heißt Erfolg, Gestaltung, Gestaltbarkeit, Gestaltungszwang. Die Industriegesellschaft organisiert die Welt neu und gebiert seine Krankheit: Die englische Krankheit. Im Anfang war England und die Zufriedenheit verschwand aus der Welt! So heißt es bei einem vergessenen Ökonom namens Joseph Berliner.

pieta piech


Walter Filz ist ein vielfach ausgezeichneter Autor von Features und Hörspielen. Heute, 9.11.2012, wird bei den ARD-Hörspieltagen in Karlsruhe seine jüngste Arbeit mit dem Titel “Pieta Piëch” uraufgeführt in dessen Mittelpunkt der VW-Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piëch steht. info

09/11/2012 PIETA PIËCH. EIN DOKUMENTARPASSIONSSPIEL / 21.00 Ô Live-Hörspiel / ZKM_Medientheater, Karlsruhe (D)
Live auf der Bühne findet das Hörspiel Pieta Piëch von Walter Filz statt.VW -Aufsichtsratsvorsitzender und Porsche-Enkel Ferdinand Piëch gilt als mächtigster und einflußreichster Unternehmer Deutschlands. Unvergessen ist sein Anteil an der dramatischen Übernahmeschlacht um und gegen Porsche. Piëch gilt als eiskalter Machtmensch. Aber steckt hinter der grimmigen Fassade eventuell ein Schmer-
zensmann der deutschen Industrie? In sieben Stationen wird sein Passionsweg vielfältig bedacht, chorisch besungen, vielspurig befahren und neumalklug  von Armin Chodzinski begleitet.

 

papier – galerie julia garnatz – 3/11 – 21/12/2012

papier 3. November – 21. Dezember 2012
Papier ist eine Gruppenausstellung von 18 Künstlern, die alle mit und auf Papier arbeiten. Künstler der Galerie und Freunde haben jeweils zwei bis vier Arbeiten zur Verfügung gestellt, die den Vielschichtigen Umgang mit dem Medium Papier aufzeigen sollen. Aquarell, Zeichnung, Skulptur, Relief und Collage werden wie im Wunderkammerprinzip nebeneinander und einander gegenüber gestellt, um so eine spannende Entdeckungsreise von Medium und Inhalten zu ermöglichen.

Siegfried Anzinger, Hella Berent, Armin Chodzinski, Rupert Eder, Gina Lee Felber, Johanna Freise, Nele Marie Gräber, Robert Haiss, Nikola Irmer, Marie Luise Lebschik, Katarina Lönnby, Nina Malotta, Adrian Norvid, Vanessa Oppenhoff, Heribert Ottersbach, Ramona Schintzel, Ina Schulte, Janet Werner

Galerie Julia Garnatz, Köln

 

Transmission: AGENCY (Labour, Work, Action)

Am 20.November ist Armin Chodzinski zu Gast in Sheffield, um dort über seine Arbeit zu berichten. Eine Lecture Performance um und mit Hannah Arendt zu der Frage des  Aufstehens am Morgen und den Gründen nicht liegen zu bleiben! Danach ein paar Tage in London! (mehr Infos)

“From October 2012 to March 2013 Sheffield Hallam’s Fine Art Transmission Lecture Series will be a discursive platform to address the theme of AGENCY (Labour, Work, Action), developed in collaboration with Art Sheffield 2013. Each session will be hosted by an artist currently teaching in Fine Art, Sheffield Hallam University, or a member of the Art Sheffield consortium.”

 

roland wagner bezzola karasek (interview)

Roland Wagner Bezzola Karasek ist Teilnehmer einer Ausstellung im Substitut in Berlin, die Act 1 heißt. Das ist in sich schon mal interessant! Denn: Roland Wagner ist ein guter Künstler mit interessanten Projekten, die man sich so zunächst einmal nicht sonderlich gut in einer Ausstellung denken kann. Wie nach 20 Millionen suchen und die dazugehörige Telenovela in geschlossenen Räumen zeigen? Und wie soll man dort einen Rekord schwimmen?

Im letzten Jahr entstand ein Hintergrund-Interview, eine Art Homestory, die anlässlich der Tatsache, dass Roland Wagner bald weltberühmt ist, hier zum Download bereit gestellt wird – auf das die Presse nicht immer wieder das Gleiche fragen muss und sich besser vorbereiten kann: Lade und Lese

Arnold Hau

“Als ich noch ein Bulle war, damals auf dem Boulevard”

Die großartigen Filme der Gruppe Arnold Hau der Neuen Frankfurter Schule um die Herren F.W. Bernstein, Robert Gernhardt und F.K. Waechter sind mittlerweile in großer Zahl auf YouTube zu finden. Das ist gut und lohnt eine abendliche Recherche, bei der man sich der Albernheit hingeben kann. Es empfiehlt sich allerdings, bevor man dann völligst verwirrt den Schlaf sucht, bei Michael Glasmeier und List Steib in A wie Albernheit nachzulesen, um dann gänzlich verwirrt, aber auch erlöst die Augen schliessen zu können.

visitenkarte der deutschen wirtschaft

468 Seiten und 65 Euro, das sind die Eckdaten der “Visitenkarte“, die sich die Deutsche Wirtschaft für ihr Corporate Collections hat drucken lassen. Die Rheinische Post hat dies zum Anlass genommen, die darin enthaltenen Düsseldorfer Unternehmen in einer Serie vorzustellen. Es ist schon sehr erstaunlich, wie diese Artikel und aber auch das Buch selbst funktionieren: Die Addition der Freiheit im strengen Blick auf das zahlenbasierte Unternehmertum. Wer das nicht mit kompletten Unverständnis zur Kenntnis nimmt ist beneidenswert, allen anderen sei eine kurze Minute des Weinens gegönnt.

dress up! dress up!

Eine wunderbare Serie von Perlen des Musikfilms vom großen und einzigartigen Don Lett ist auf Youtube verfügbar! Featured im Rahmen der SUBCULTURE – Made-in-England-Kampagne von Fred Perry. Dort gibt es auch ein wenig Musik zum herunterladen…
“Nothern Soul was a product of Art” oder, wie es in der Folge über Skinheads heißt: “It was never about fashion! It was always about style!”

Eine große Menge von privatem Footage findet sich immer noch auf der Seite, die 2010 für die große Dokumentation die Plattform des öffentlichen Wettbewerbs sein sollte. anschauen

modern art was CIA ‘weapon’

Frances Stonor Saunders im The Independent: “For decades in art circles it was either a rumour or a joke, but now it is confirmed as a fact. The Central Intelligence Agency used American modern art – including the works of such artists as Jackson Pollock, Robert Motherwell, Willem de Kooning and Mark Rothko - as a weapon in the Cold War. In the manner of a Renaissance prince – except that it acted secretly – the CIA fostered and promoted American Abstract Expressionist painting around the world for more than 20 years.” full article
Vergleichend dazu, das Buch Wer die Zeche zahlt… vom der selben Autorin. (Rezension)

moritz suter

In dem 2011 erschienenen Buch des Soziologen Ueli Mäder “Wie Reiche denken und lenken – Reichtum in der Schweiz: Geschichten, Fakten, Gespräche” findet man auf den Seiten 192 ff ein Gespräch mit dem ehem. CEO der Swissair, Leiter und Gründer der Crossair und Piloten Moritz Suter. Zitat aus dem Gespräch:
Seite 199: “Ich habe meinem Vater gesagt, dass auch er als Komponist einen Dirigenten braucht, der sein Stück aufführt. Dirigenten sind Manager und Komponisten sind Unternehmer. Der Unternehmer ist ein Künstler. Ich wäre nie in der Lage gewesen, eine Firma als Manager zu führen, dafür bin ich viel zu kreativ. (…) Ich bin eigentlich kein typischer Pilot. Ich war nie technikbegeistert. Für mich war Saint-Exupéry das Vorbild. Ich war ein Abenteurer. Wichtig ist aber, dass man den Weg zu sich irgendwann findet.”

dancia purg

“Professor Danica Purg is the founding and current President of the IEDC-Bled School of Management, Slovenia, and the founding President of the Central and East European Management Development Association (CEEMAN), which has 170 members from 42 countries and whose aim is to enhance management development in Central and Eastern Europe. She is also chairperson and director of the European Leadership Centre (ELC), established with the aim of assessing and promoting European leadership through the organization of forums, workshops and research.
Dr. Purg is professor of leadership and effective management at the IEDC-Bled School of Management. Her special field of interest is looking for inspirations for managers from art and other professions. She has authored and co-authored several books and numerous articles on technological and organizational change, comparative HRM practices, team building, economic reforms and management development in Central and Eastern Europe (published in Slovenia, the Netherlands, Germany, Japan, Russia, the UK, and the US).”
In 2010 she wrote an interesting Paper titeled: “Arts-Based Leadership Development at the IEDC-Bled School
of Management”