expedition in v(oy)age vorstellungen!

Illustre Gäste auf dem Weg in die Auseinandersetzung! 5 Nächte – 30 Gäste! 19.30 Uhr bis 6.00 Uhr. Eine Expedition in v(oy)age Vorstellungen zwischen Utopie, Dystopie, Vision, Rationalität, Maßnahmenplänen, Fatalismus und vielem mehr! Das Gepäck ist definiert und versprochen wird nichts, denn auf dem Weg durch die Nacht, durch den Zwischenraum ist und bleibt alles unberechenbar!

collage_info01

„Begriffen kann man sich über deren Definitionen nähern, die vielleicht nicht sonderlich modisch sind, aber zumindest für eine Zeit lang Gültigkeit behaupteten. So speist sich eine Vorstellung von Utopie zum Beispiel aus einem Eintrag des Brockhaus‘ von 1974, in dem als Eckpunkte der Utopie dessen Realisierbarkeit und Umsetzungsmöglichkeit genannt werden. Im selben Eintrag wird die Religion explizit ausgenommen, da sich in der Religion immer auch der Verweis auf das DAVOR und das DANACH findet, das im Sinne des Brockhauses eben gerade kein Möglichkeitsraum, sondern ein Glaubensraum sei.
Die Utopie als literarische Form, als Erzählung, ist immer auch eine Schöpfung, der Entwurf einer Möglichkeit, die – soweit zu überblicken  – frei von jedweden Wundern ist. Die Utopie folgt der Naturwissenschaft, entwickelt sich damit und darin und kommt zu allerlei Mutmaßungen was der Mensch sein könnte, wenn er nur wollte. Diese bewusste Entfernung von den Bedingungen der Existenz, die das menschliche Geheimnis immer nur unterkomplex darstellt, immer Aspekte verschweigt oder Wünschen ein breiten Raum einräumt, machte die Utopie zunehmend fragwürdig.
Denn in Jahrhunderten wurden wir der Tatsache gewahr, das die Anwendung eines Planes eben meist nicht viel mehr als Ärger bringt und eigentlich nur der ernsthaften Entwicklung mit all seinen Rückschlägen zu trauen ist. So ist der Blick auf Religion in seiner Erscheinungsform Kirche doch auch deshalb in Verruf geraten, weil sich eben gerade kein verschriftlichter Plan in die Welt legen lässt.“
 

begleitetes flanieren in hamburg

Der Frühling breitet sich aus und die Spaziergänge werden – hoffentlich – zum täglichen Ritual. In Hamburg gibt es für alle die sich beim Gehen langweilen seit langem Audioguides. 87 Stationen um, neben, über und hinter Kunst werden jetzt mehr oder weniger täglich auf Soundcloud bereitgestellt. Die Touren sind aus dem Jahr 2011, teilweise noch nie veröffentlicht und sowohl auf deutsch als auch auf englisch verfügbar. Viel Spass!

künstlergespräch

Chodzinski / Jorinde Voigt
Foto: HAYO HEYE

Montag, 23. Mai 2016 – Künstlergespräch Armin Chodzinski in der Ausstellung:; „…und eine Welt noch!“ im Kunsthaus Hamburg

„So, wie er sich mit den Theorien des Soziologen Norbert Elias und des Nationalökonom Max Weber auseinandergesetzt hat, so war auch die Begegnung mit dem Werk von Hanne Darboven von fundamentaler Bedeutung für seine künstlerische Praxis. Die Idee des – vor allem protestantisch geprägten – Arbeitsbegriffs spielt in Darbiven`s Praxis eine wichtige Rolle.“

 

superhelden und das ensemble resonanz

cropped-drc_umhang_II.jpg

Soiree am 06.05.2016 um 20:00 Uhr im Panoramakino
Ensemble Resonanz // Armin Chodzinski, Lesung // Sebastian Reier, Electronics

In diesem Format treffen zwei Welten aufeinander: Klassik und Klub. Im Rahmen der Movimentos Festwochen der Autostadt in Wolfsburg widmet sich das Ensemble Resonanz den Super- und Antihelden in und um uns. Ein Konzert zum Thema Heldenliebe und Heldentum, vom gebrochenen Pazifisten zum amerikanischen Real Life Superhero. Ferdinand der Stier trifft auf Batman, Don Giovanni auf Don Quixote. Die musikalische Bandbreite reicht von Telemanns „Don Quixote Suite“ bis zu Hans Zimmers „A Dark Knight“ — der Batman-Filmmusik. Für fließende Übergänge sorgt Sebastian Reier alias Booty Carrell mit einem heroischen DJ-Set ausgewählter elektronischer Musik.

DIE KÜNSTLER
Das Ensemble Resonanz wurde 1992 als Musikerkommune gegründet. In seiner Heimatstadt Hamburg hat es die Konzertreihe Resonanzen in der Laeiszhalle etabliert (ab 2017 in der Elbphilharmonie).

Armin Chodzinski arbeitet am Verhältnis zwischen Kunst und Ökonomie und deren Destillation im urbanen Raum. Seine Lesungen, Performance Lectures und künstlerische Arbeiten versteht er als Selbstversuch. Sebastian Reier hat sich in der Praxis wie als Publizist der Musikvermittlung verschrieben. Als DJ, Kurator und Produzent von Musikprogrammen liegen ihm insbesondere die Konzepte der frühen elektronischen Musik am Herzen.

zeichnungen/studien: malkontentista

sketzch_01

Wikipedia sagt: „In der Regel ist die künstlerische Zeichnung eine Handzeichnung (auch Freihandzeichnung). Zeichnungen können aber auch mit Hilfsmitteln (LinealeSchablonen) gestaltet werden; oft ist dies bei technischen Zeichnungen der Fall.“

Und weiter, aber an anderer Stelle: „Eine Technische Zeichnung ist ein Dokument, das vorwiegend in grafischer und zum Teil auch in schriftlicher Form alle notwendigen Informationen für die Herstellungund zur Beschreibung der geforderten Funktionen und Eigenschaften eines Einzelteils, einer Baugruppe oder eines kompletten Produkts zeigt und als Teil der Technischen Produktdokumentation dient. DIN 199 definiert dazu folgendes: „Eine Technische Zeichnung ist eine Zeichnung in der für technische Zwecke erforderlichen Art und Vollständigkeit, z. B. durch Einhaltung von Darstellungsregeln und Maßeintragungen.“

leporello

Im Rahmen des Hamburger Arbeitsstipendiums 2015 entstand ein Sammelsurium von Katalogheften der einzelnen KünstlerInnen. Der Beitrag von Armin Chodzinski besteht aus einem Leporello! Hintergrund für ein Puppentheater, das in den nächsten Monaten entstehen soll, aber auch einfach Erinnerung an das was ist und sein könnte: „In einem Atelier. In einem Atelier sitzend. In einem Atelier sitzen und sich fragen, was das zu bedeuten hat.“ so der Texte auf un indem Leporello. Die Veröffentlichung ist bei Bedarf für einen überschaubaren Betrag hier zu bestellen

lepo

noroomgallery bei planet b: CHECK IN

Die noroomgallery ist eingeladen zum Planet B (NRW-Forum) und nimmt auf fünf nächtlichen Reisen unterschiedlichste Experten und Gäste mit!

Eine Expedition in v(oy)age Vorstellungen!  25. – 30 juil 2016

Selten schien es gleichzeitig so zwecklos, wie notwendig Gesellschaftsformen, Gesellschaftsnormen, das Gemeinsame neu auszuhandeln und zu denken. Wohl dem der an ein Morgen denken kann ohne zu kollabieren und wehe dem der den Blick nur zurück richtet. Es gibt keine andere Möglichkeit: 

Die vage Vorstellung einer Voyage / eine Konkrete Expedition in die Utopien ist leider nicht zu vermeiden!  Checken Sie ein! 

Die noroomgallery als anerkannte Expertin für Diskurse, Pattformen, Handlungsrahmen und Präsenationsformate, stellt sich diesen Fragen und lädt zum Aushandeln ein. Für Planet B wird die noroomgallery zu Ihrer Gastgeberin: Der Intendant unterschiedlicher Praxisformen des Handelns Jan Holtmann und der verkrampfte Künstler und Humangeograph Armin Chodzinski begrüßen Sie und stellen die Teams zusammen: Zu jeder Expedition bildet sich ein Expertenteam aus ganz unterschiedlichen Bereichen, Kompetenzen, …  Für jede Einladung gibt es einen guten Grund!

Sie können auch Mitreisen! Sagen Sie uns warum! Sprechen Sie uns auf die Mailbox und treten Sie in Kontakt: +49 (0)176 83 99 73 50

 
 
 

 

 

Es ist der Alltag – mit Gerd Bauder

Kunstverein im Harburger Bahnhof, 30. März 2016: „Es ist der Alltag verschränkt in einer Bühnensituation verschiedene Elemente wie Zeichnungen von Grafiken und Diagrammen, einen Text über das alltägliche Arbeiten von Thomas Mann, Megaphone und eine Fahne mit dem Schriftzug „Malkontentista“. Es ist eine Fahne der Unzufriedenheit, eine kämpferische Geste ohne Imperativ, eine verärgerte Bestandsaufnahme, die zugleich wieder in sich zusammenfällt. Alles bildet die Kulisse für den imaginären Auftritt, der ein Aufruf sein könnte, eine Agitation, ein Vaudeville oder ein Liederabend.
Am 30.März, um 20.30 Uhr wird ein Auftritt stattfinden. Gemeinsam mit dem Jazz-Bassisten Gerd Bauder kommt etwas zur Aufführung: Die Stimmen der Chöre, die Stimmen des Thomas Mann, die Stimmen der Wut und der Energielosigkeit, des Gemeinsamen und vereinzelten, werden sich begegnen und irgendwo zwischen Konzert, Spoken Word und Zurschaustellung die Kulisse mit einer Möglichkeit füllen:
Photo Courtesy Jens Franke, Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg, 2016

nun online: Psalm – Das Alphabet (2014)

Der Psalm als Teil einer Aufführung in Angesicht der Befindlichkeit! Die Tonqualität mag nicht den Standards entsprechen die man allgemein erwarten kann, aber dennoch:

Armin Chodzinski, Hamburger Künstler und kritischer Experte für Wachstum, lädt gemeinsam mit der Max Clement Foundation ein zur ALLEGORIE DER UNSTERBLICHKEIT – einer musikalischen Lecture- Performance ohne Verklärungen und Heilsbotschaften, dafür endlich mit der Wahrheit über dieses ominöse »Wachstum«. Denn je mehr sich die intellektuelle Verwirrung auflöst, desto größer wird die Wut, der man ein ums andere Mal ausgeliefert gegenübersteht: Wachstum ist vom Heilsversprechen zu einem fast unauflöslichen Paradoxon geworden und paralysiert eine ganze Gesellschaft. Die Wette auf die unendliche Leistungsfähigkeit des Menschen fällt zunehmend schwerer – die Hoffnung auch. Ein Abend voller Berührungen, Zweifel und Naivitäten mit großartiger Musik und vielversprechenden Choreografien in exquisiter Atmosphäre auf der Suche nach einer zaghaften Poesie des »Nullwachstums«.

Armin Chodzinski, Hamburger Künstler und kritischer Experte für Wachstum, lädt gemeinsam mit der Max Clement Foundation ein zur ALLEGORIE DER UNSTERBLICHKEIT – einer musikalischen Lecture- Performance ohne Verklärungen und Heilsbotschaften, dafür endlich mit der Wahrheit über dieses ominöse »Wachstum«. Denn je mehr sich die intellektuelle Verwirrung auflöst, desto größer wird die Wut, der man ein ums andere Mal ausgeliefert gegenübersteht: Wachstum ist vom Heilsversprechen zu einem fast unauflöslichen Paradoxon geworden und paralysiert eine ganze Gesellschaft. Die Wette auf die unendliche Leistungsfähigkeit des Menschen fällt zunehmend schwerer – die Hoffnung auch. Ein Abend voller Berührungen, Zweifel und Naivitäten mit großartiger Musik und vielversprechenden Choreografien in exquisiter Atmosphäre auf der Suche nach einer zaghaften Poesie des »Nullwachstums«.