…und eine Welt noch! – 26. April bis 26. Juni 2016

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Die Begegnung mit Arbeiten von Hanne Darboven gehörte für mich zu den Initiationserlebnissen, die mich Künstler werden ließen. In Darboven fand ich eine Entsprechung meiner Analysen, die das Tätigsein mit einer Entfremdung, der Industriegesellschaft als solches, den Mensch-Maschinen-Aspekte, dem Protestantismus, Erfahrungswissen, komtemplativen Praxisformen, Mediumsforschung, Auftrag und Handlung, Verweigerung des Genialischen, etc… verbanden.

Neben oder besser ohne jede wissenschaftliche Rezeption wurde Darboven zu einer Art Blaupause, die mich ermutigte das Vorhandene weit ernster zu nehmen als es mir in Opposition zu allem anderen überhaupt möglich gewesen wäre…. dies also ganz formal – eine Rezeption aus der Bildungsferne und der Verweigerung jedweder Erklärung.

Und deshalb freue ich mir sehr bei folgender Ausstellung dabei zu sein:  

„…und eine welt noch“
im Kunsthaus Hamburg
vom 26. April bis 26. Juni 2016

Eröffnung: Montag, 25. April, 19 Uhr

Die Ausstellung „…und eine welt noch“ im Kunsthaus Hamburg nimmt das Werk der herausragenden Künstlerin Hanne Darboven (1941 – 2009) als Ausgangspunkt, um aus der Perspektive einer jüngeren internationalen KünstlerInnengeneration die Aktualität und Relevanz ihres Schaffens zu untersuchen.

Abgesehen von einigen exemplarischen Arbeiten von Darbovens Weggefährten (u. a. Almir Mavignier, Sol LeWitt und Lawrence Weiner) liegt der Fokus auf der Auswahl aktueller Positionen der zeitgenössischen Kunst, welche sich mit ähnlichen Fragestellungen und Strategien beschäftigen.

KünstlerInnenliste u. a.:
Georges Adéagbo & Alfredo Jaar, Ayreen Anastas & Rene Gabri, Anna Artaker & Meike S. Gleim, Fiona Banner, Irma Blank, Heath Bunting, Banu Cennetoğlu, Alejandro Cesarco, Armin Chodzinski, Daniela Comani, Martin Creed, Natalie Czech, Hanne Darboven, Cevdet Erek, Isa Genzken, Flora Hauser, Ydessa Hendeles, Robert Heinecken, Channa Horwitz, Nick Koppenhagen, Tim Lee, Sol LeWitt, Lucy R. Lippard, Almir Mavignier, Susan Morris, Michael Müller, Matt Mullican, Henrik Olesen, Ulrike Ottinger, Lia Perjovschi, Michael Riedel, Sigrid Sigurdsson, Josef Strau, Fiete Stolte, Rayyane Tabet, Joëlle Tuerlinckx, Tris Vonna-Michell, Jorinde Voigt, Hannah Weiner, Lawrence Weiner.

Kuratiert von Miriam Schoofs (Kunsthistorikerin und Kuratorin Berlin/Hamburg) und
Katja Schroeder (künstlerische Leiterin Kunsthaus Hamburg).