frank bunker gilbreth

Frank Bunker Gilbreth (1868-1924) gilt neben Frederic Winslow Taylor als einer der Mitbegründer der Unternehmensphilosophie, die von ihren Befürwortern als Scientific Management, oder in einer eher kritischen Sichtweise als Tayolorismus bezeichnet wird. Im Gegensatz zu Taylor war Gilbreth weniger an einer Steigerung der Arbeitsleistung als vielmehr an der optimalen Arbeitsmethode und Arbeistgestaltung interessiert und begründete das Bwegungsstudium, welches er durch Filme mit laufender Uhr erforschte. Einige Filme sind zur Zeit auf Youtube zu sehen!!! Großartig: Nach Gilbreth lassen sich alle menschlichen Bewegungen auf 17 Grundbewegungselemente (Therbligs) zurückführen. Therblig ist die Umkehrung von Gilbreth, wenn man TH als einen Buchstaben betrachtet.

the corporation

Eventuell ist dieser Film ein wenig in die Jahre gekommen, allerdings gibt es an der grundlegenden Annäherung keinen Zweifel und vieles wird aus einer definierten Perspektive durchaus schlüssig erklärt. Der Film, den man sich auch kaufen sollte, findet sich zur Zeit auf Youtoube in dvollständiger Länge:

a secretary is not a toy…

How to succeed in Business without really trying. Frank Loesser/Abe Burrows (1963). Choreographien am Ende der alten Welt: Eigentlich müsste J. Pierrepont Finch mit dem Putzen der Fenster des „World Wide Wicket Company“-Gebäudes beschäftigt sein, ihm gerät jedoch der Karriere-Ratgeber „Wie man etwas wird im Leben, ohne sich anzustrengen“ in die Hände. Mit diesem begibt er sich beherzt in das Gebäude und trifft auf den Präsidenten des Unternehmens, J. B. Biggley, den er sogleich um eine Stelle bittet – und auf die Sekretärin Rosemary Pilkington, die nicht nur wegen seines forschen Auftretens von ihm hingerissen ist. Rosemarys Sympathie verschafft ihm fortan ein freundlicheres Klima in den Vorzimmern der Führungskräfte und den Zugang zu Informationen über diese. Seinen ersten Job bekommt er mit ihrer Hilfe und durch die missverständliche Nennung J. B. Biggleys gegenüber dem Personalchef – vorerst in der Poststelle. Dort hört sich Finch demütig die Reden des Abteilungsleiters an und wird alsbald von diesem für dessen Nachfolge vorgeschlagen. Was er mit dem Hinweis ablehnt, dass (sein Konkurrent) Bud Frump in dieser Position für das Unternehmen nützlicher wäre. Bud Frumps Mutter ist Biggleys Schwägerin, ihr ständiges Drängeln um die Begünstigung ihres Sohnes ist Biggley äußerst lästig. Dies, Finchs Uneigennützigkeit und […]

50 jahre I can’t get no Satisfaction

Heute vor 50 Jahren erschien I can’t get no Satisfaction in der Welt! V wie Verkrampfung, Seite 42f: 1965 sägen sich die ersten Klänge der Gitarre revoltierend in die Hörgewohnheiten. Charlie Watts schlägt unbeteiligt auf das Schlagzeig ein, die anderen machen ihren Job, allein Mick Jagger, mit seinen sparsamen und eigentümlichen BEwegung, verdeutlicht, dass es hier um mehr geht oder gehen könnte. Der Song zeigt sich in seiner Performance und Tonalität selbst, und das es hier um das Verfehlen der Befriedigung geht, das teilt sich mit: als Aufruf, als Anklage, als Bekenntnis, als Sehnsucht.[…] 1967, 1976 und 1977 nimmt man den Titel ernst. Rolf Schwendter schreit in seiner deutschen Version, untermalt von einer Kindertrommel, sein Unverständnis von Welt durch die Hörsäle, Theater und Konzerthallen. The Residents verkrampfen und versteigen sich bei ihrer Version in einem technoiden Noise-Angriff, der das Bedürfnis, die Frage und die Behauptung von Befriedigung konstruiert und gleich wieder einreißt. Devo schaffen eine psychopathisch gehetzte Version, die sich über Rock’n’Roll genauso lustig zu machen scheint wie über den Wunsch nach Befriedigung selbst. 2000 wird das Ganze zum Grenzfall […]: Britney Spears singt Satisfaction.

horizon home sweet home

»One piece I did back in 1970 was a room of vertical colored panels, and then I put a dry ice fog on the floor and Claude Picasso came and started taking photographs of it. I had just met him. And the colors seemed to disappear right into the floor, and the floor seemed non-existent. It was a fog. And with reflective panels. So the reflection that went into the fog was very unusual too. Because the energy from the reflection disappeared as it went into the fog. So that’s the way I accomplished that feeling. I did one version that was called Home Sweet Home, and the other one was called Slush Thrust.« James Rosenquist quelle

das geschäftsjahr 1968/69

»Das Publikum liebte den Effekt bereits, sein rebellisches Zucken, sein elektrisierendes, befreiendes Wesen. Die alten Tanzformen wurden dadurch zerstört, unmöglich gemacht. Der rasante Wechsel von der Finsternis ins Überhelle schien ins Zentrum der Doppelnatur eines jeden zu treffen, der Blitz weckte schlafende Kräfte, befreite Energien, Lüste und Neigungen, verscheuchte die Hemmungen. (…) Ein mentaler Ruck hatte jeden durchfahren und die Zeit in ein Davor und Danach geteilt.« (Bernd Cailloux, Das Geschäftsjahr 1968/69, 2005)

organizational behaviour

»Organisation, erst im 18. Jh. besonders durch die Französische Revolution in Umlauf gekommen, die von Menschen geschaffene zweckmäßige und in ihrer Form beharrliche Anordnung der Teile eines Ganzen, so dass sie zusammen wie ein Organismus wirken sollen.« (Wörterbuch der philosophischen Begriffe, 1998) Organizational Behaviour

a monthana mágica

»Wir müssen liegen, immer liegen. Settembrini sagt immer, wir lebten horizontal, – wir seien Horizontale […]. Der Mund stand ihm offen, denn er konnte nicht recht durch die Nase atmen, ohne dass er übrigens Schnupfen gehabt hätte. Sein Herz hämmerte in falschem Takte zur Musik, was er dumpf als quälend empfand. Und in diesem Gefühl von Unordnung und Widerstreit begann er einzuschlafen.« (Thomas Mann, Der Zauberberg, 1924)

der warme punkt

Da ich diese Wiederentdeckung so berührend fand und diese auch verloren gegangen zu sein schien: Hamburg 1968, two aspiring young filmmakers – Hellmuth Costard and Thomas Struck – walk through the town with a cameraman and a soundguy. They are harassed by a point which comes on the screen, disappears and comes again. Film won the prize of the first Hamburg Filmschau and is a key work of the German „Das Andere Kino“. 20 mins long, available for screenings at Metropolis Kino Hamburg or Deutsche Kinemathek, Berlin.  Bitte anschauen!