quickborner dialoge

Jenseits des Planbaren „Organigramme, Charts, Diagramme: Das sind Versuche, einen Plan zu zeichnen. Verbindungen, Abhängigkeiten, Verläufe, Bedingungen. Zwei Punkte. Eine Linie. Durchgezogene Linie. Gestrichelte Linie. Viereck. Kreis. Pfeil. Abbilder von Strukturen, Abläufen, Plänen und Wunschvorstellungen. Einmal soll alles so sein wie früher: Einfach, übersichtlich und gut zu steuern. Auf einem weissen Blatt malt man sich seine Vorstellungen und hofft, alles werde gut. Aber so ist es leider nicht. Ein Plan ist lediglich eine temporäre Vereinbarung zwischen Menschen. Das weisse Blatt gibt es nicht mehr. Auch wenn es leer zu sein scheint, ist da schon immer etwas drauf. Die Zeichnungen in dieser Versus-Ausgabe sind Forschungen. Forschungen am, im und um Kontext. Dabei geht es um Organisation und Führung. Um das Ringen mit dem, was ist und dem, was sein sollte. Immer bildet willkürlich verschüttete Farbe den Anfang. Und dann geht es weiter: Auf der Grundlage eines Fleckes eine Organisation denken und diskutieren und dabei immer auf das Chaotische schauen, obwohl man doch viel lieber ein weisses Blatt Papier gehabt hätte. Zu sehen sind also kleine thematische Case-Studies, die selber einem definiertem Kontext entspringen. Das Foto nebenan beispielsweise zeigt einen Ausschnitt aus der „Kontextkarte“ mit Zeitungen und Zeitschriften, Theorie und Praxis, Teller aus der Werkskantine der […]

aus dem atelier

Alles Durcheinander: Führung, Organisation, Autorschaft, Management, Regie, Intendanz, Ästhetik, Bild und Sprache, Wort und Strich, Ordnung und Chaos, Archiv und Ablage P. Alles durcheinander und die Sehnsucht nach Übersichtlichkeit bekommt Konjunktur. Alles ist miteinander Verwoben und alle sind von allen abhängig und das Wir wird ganz groß geschrieben: WIR! Aber die Ressource! Die Ressource, das bin ich selbst und verantwortlich  bin ich! Sentimental werden die Geschichten von früher erzählt, Geschichten in denen ein Patriarch vorkommt, eine Regel, eine Hierarchie, ein Organigramm: „Eines der Erfolgsgeheimnisse der AEG um 1900 waren die detaillierten Pläne der Werkstatteinrichtung, die der Gründer Emil Rathenau auf Papier entwickelte. Rathenau liess sich, nicht wie andere durch die Praxis in der Werkstatt beeinflussen, sondern organisierte mit Stift und Papier Maschinen, Prozessketten und Abläufe einfach neu. Auf einem weissen Blatt Papier ordnete er Maßstabsgetreu die Maschinen in der Architektur an, um Prozesse zu optimieren und sich dabei nicht von etwaigen Aufwänden, Schwierigkeiten oder ethischen Bedenken beeinflussen zu lassen. Das bestmögliche Ergebnis entstanden auf Papier ohne Rücksicht auf die diffizile Umsetzung, aber mit fachkompetenter Expertise. Ein Papier, ein Plan, eine Zeichnung als Anweisung, Führung als Befehl und alles andere ist Material. Rathenau hatte sich wahrscheinlich viel zu erzählen mit dem […]

leporello

Im Rahmen des Hamburger Arbeitsstipendiums 2015 entstand ein Sammelsurium von Katalogheften der einzelnen KünstlerInnen. Der Beitrag von Armin Chodzinski besteht aus einem Leporello! Hintergrund für ein Puppentheater, das in den nächsten Monaten entstehen soll, aber auch einfach Erinnerung an das was ist und sein könnte: „In einem Atelier. In einem Atelier sitzend. In einem Atelier sitzen und sich fragen, was das zu bedeuten hat.“ so der Texte auf un indem Leporello. Die Veröffentlichung ist bei Bedarf für einen überschaubaren Betrag hier zu bestellen / 

restaurant olympia

„Der dritte Künstler ist Jan Holtmann, der per Losverfahren zehn bis 15 Menschen an einen Tisch ins „Restaurant Olympia“ holen will, errichtet in privaten Wohnungen und mit einer vom Künstler Armin Chodzinski permanent gestalterisch ergänzten Olympiatischdecke.“         Eine Art Dokumentation der Restaurantabende von Mariola Brillowska ist als Hörstück hier auf Soundcloud anzuhören: Restaurant Olympia

horizon home sweet home

»One piece I did back in 1970 was a room of vertical colored panels, and then I put a dry ice fog on the floor and Claude Picasso came and started taking photographs of it. I had just met him. And the colors seemed to disappear right into the floor, and the floor seemed non-existent. It was a fog. And with reflective panels. So the reflection that went into the fog was very unusual too. Because the energy from the reflection disappeared as it went into the fog. So that’s the way I accomplished that feeling. I did one version that was called Home Sweet Home, and the other one was called Slush Thrust.« James Rosenquist quelle

upcoming

So langsam füllen sich die Seiten und trotz aller Vorläufigkeit scheint ein Hinweis angebracht: Vom 16. April bis zum 24. Mai 2015 zeigt das Goethe-Institut in Paris die Ausstellung: Ungewissheiten, die Hamburg-Stipendiaten des laufenden Jahres versammelt. Im Rahmen dieser Ausstellung, die in der Folge durch Frankreich reisen wird, wird die Arbeit Blue Collar I (2015) zu sehen sein, die durch die Buchstaben: A, K, O, U, W und Z des Tanzalphabet ergänzt wird.