Peter Weiss 100: Ästhetik des Widerstands

8. November / 19.30 Uhr/ Nachtasyl, Hamburg / An seinem 100. Geburtstag feiern wir den Schriftsteller, Maler und Filmer Peter Weiss. Kunstwerke spielen in seinem Roman „Ästhetik des Widerstands“ eine zentrale Rolle: zur historischen, kulturellen Spurensicherung und für den Diskurs mit den politischen Gegebenheiten. Ein Abend mit Filmen und Auszügen aus Texten von Peter Weiss, gelesen vom Thalia-Ensemble (u.a. aus „Die Ästhetik des Widerstands“; Einrichtung Christine Ratka), einer szenischen Passage aus „Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats…“ (Einrichtung: Alek Niemiro), Kurz-Vorträgen (Matthias Günther (Dramaturg), Eckhard Rhode (Schriftsteller) und einer Performance von Armin Chodzinski (und Bauda). Ausstattung: Marion Schindler, Annika Stieneke. Mit Schauspielern des Thalia Ensembles und Gästen.  

kunstgespraeche

An einem Nachmittag in der Can-Factory auf unterschiedlich gemütlichen Sitzgelegenheiten, fand ein angenehmes und ziemlich ausführliches Gespräch statt. Der Künstler Nick Koppenhagen befragte gab Armin Chodzinski den ein oder anderen Anlass über Kunst im Allgemeinen und im Speziellen zu sprechen. Das Gespräch ist nun geschnitten und sortiert und auf der Webseite kunstgespraeche in ausgewählter Nachbarschaft zu hören und herunterzuladen.

aus dem atelier

Alles Durcheinander: Führung, Organisation, Autorschaft, Management, Regie, Intendanz, Ästhetik, Bild und Sprache, Wort und Strich, Ordnung und Chaos, Archiv und Ablage P. Alles durcheinander und die Sehnsucht nach Übersichtlichkeit bekommt Konjunktur. Alles ist miteinander Verwoben und alle sind von allen abhängig und das Wir wird ganz groß geschrieben: WIR! Aber die Ressource! Die Ressource, das bin ich selbst und verantwortlich  bin ich! Sentimental werden die Geschichten von früher erzählt, Geschichten in denen ein Patriarch vorkommt, eine Regel, eine Hierarchie, ein Organigramm: „Eines der Erfolgsgeheimnisse der AEG um 1900 waren die detaillierten Pläne der Werkstatteinrichtung, die der Gründer Emil Rathenau auf Papier entwickelte. Rathenau liess sich, nicht wie andere durch die Praxis in der Werkstatt beeinflussen, sondern organisierte mit Stift und Papier Maschinen, Prozessketten und Abläufe einfach neu. Auf einem weissen Blatt Papier ordnete er Maßstabsgetreu die Maschinen in der Architektur an, um Prozesse zu optimieren und sich dabei nicht von etwaigen Aufwänden, Schwierigkeiten oder ethischen Bedenken beeinflussen zu lassen. Das bestmögliche Ergebnis entstanden auf Papier ohne Rücksicht auf die diffizile Umsetzung, aber mit fachkompetenter Expertise. Ein Papier, ein Plan, eine Zeichnung als Anweisung, Führung als Befehl und alles andere ist Material. Rathenau hatte sich wahrscheinlich viel zu erzählen mit dem […]

Das Conversationslexikon is back!

Adem 14. August wieder sonntäglich: Dr. C.’s Conversationslexikon: G wie Geld, S wie Wchulden, W wie Wachstum. Aus der Ankündigung auf SWR 2 Wie lassen sich die gegenwärtigen Wirtschaftskrisen verstehen Eine der schmerzlichsten Erfahrungen verschaffen uns die gegenwärtigen Wirtschafts- und Währungskrisen, Pleiten und Zusammenbrüche. Wir kapieren auch bei größter Anstrengung nicht mehr, was da wie passiert. Das tut weh. Wer nichts versteht, weiß nicht nur nicht Bescheid. Wer nichts versteht, kann auch nicht mitreden. Mitreden bedeutet Konversation. Dafür gab es früher Konversationslexika. Findet man Erklärungen im Internet? Denn das war der Sinn von Nachschlagewerken: profundes Wissen liefern, damit man sich die Welt nicht durch ahnungsloses Brabbeln erklären muss. Doch woher bezieht man heute dieses Wissen? Steht doch alles im Internet, behauptet eine weit verbreitete Legende. Ja schon, da steht etwas. Da steht sogar sehr viel. Und vieles bewegt sich auch. Aber wird man dadurch klüger? Erkennt man Zusammenhänge, Ursachen, Wirkungen, historische Bezüge und künftige Konsequenzen? Lässt sich Meinung und Information und Verschwörungstheorie unterscheiden? Oder ist das alles nur ein großes Brabbeln? Erklärungen aus dem Conversationslexikon Wer versucht, sich online über ökonomische Begriffe wie Geld und Wachstum, Schulden und Effizienz schlau zu machen, merkt schnell, wie schwierig das sein kann. Genau da […]

expedition in v(oy)age vorstellungen!

Illustre Gäste auf dem Weg in die Auseinandersetzung! 5 Nächte – 30 Gäste! 19.30 Uhr bis 6.00 Uhr. Eine Expedition in v(oy)age Vorstellungen zwischen Utopie, Dystopie, Vision, Rationalität, Maßnahmenplänen, Fatalismus und vielem mehr! Das Gepäck ist definiert und versprochen wird nichts, denn auf dem Weg durch die Nacht, durch den Zwischenraum ist und bleibt alles unberechenbar! „Begriffen kann man sich über deren Definitionen nähern, die vielleicht nicht sonderlich modisch sind, aber zumindest für eine Zeit lang Gültigkeit behaupteten. So speist sich eine Vorstellung von Utopie zum Beispiel aus einem Eintrag des Brockhaus‘ von 1974, in dem als Eckpunkte der Utopie dessen Realisierbarkeit und Umsetzungsmöglichkeit genannt werden. Im selben Eintrag wird die Religion explizit ausgenommen, da sich in der Religion immer auch der Verweis auf das DAVOR und das DANACH findet, das im Sinne des Brockhauses eben gerade kein Möglichkeitsraum, sondern ein Glaubensraum sei. Die Utopie als literarische Form, als Erzählung, ist immer auch eine Schöpfung, der Entwurf einer Möglichkeit, die – soweit zu überblicken  – frei von jedweden Wundern ist. Die Utopie folgt der Naturwissenschaft, entwickelt sich damit und darin und kommt zu allerlei Mutmaßungen was der Mensch sein könnte, wenn er nur wollte. Diese bewusste Entfernung von den Bedingungen der Existenz, die das menschliche Geheimnis […]

begleitetes flanieren in hamburg

Der Frühling breitet sich aus und die Spaziergänge werden – hoffentlich – zum täglichen Ritual. In Hamburg gibt es für alle die sich beim Gehen langweilen seit langem Audioguides. 87 Stationen um, neben, über und hinter Kunst werden jetzt mehr oder weniger täglich auf Soundcloud bereitgestellt. Die Touren sind aus dem Jahr 2011, teilweise noch nie veröffentlicht und sowohl auf deutsch als auch auf englisch verfügbar. Viel Spass!

künstlergespräch

Montag, 23. Mai 2016 – Künstlergespräch Armin Chodzinski in der Ausstellung:; „…und eine Welt noch!“ im Kunsthaus Hamburg „So, wie er sich mit den Theorien des Soziologen Norbert Elias und des Nationalökonom Max Weber auseinandergesetzt hat, so war auch die Begegnung mit dem Werk von Hanne Darboven von fundamentaler Bedeutung für seine künstlerische Praxis. Die Idee des – vor allem protestantisch geprägten – Arbeitsbegriffs spielt in Darbiven`s Praxis eine wichtige Rolle.“  

superhelden und das ensemble resonanz

Soiree am 06.05.2016 um 20:00 Uhr im Panoramakino Ensemble Resonanz // Armin Chodzinski, Lesung // Sebastian Reier, Electronics In diesem Format treffen zwei Welten aufeinander: Klassik und Klub. Im Rahmen der Movimentos Festwochen der Autostadt in Wolfsburg widmet sich das Ensemble Resonanz den Super- und Antihelden in und um uns. Ein Konzert zum Thema Heldenliebe und Heldentum, vom gebrochenen Pazifisten zum amerikanischen Real Life Superhero. Ferdinand der Stier trifft auf Batman, Don Giovanni auf Don Quixote. Die musikalische Bandbreite reicht von Telemanns „Don Quixote Suite“ bis zu Hans Zimmers „A Dark Knight“ — der Batman-Filmmusik. Für fließende Übergänge sorgt Sebastian Reier alias Booty Carrell mit einem heroischen DJ-Set ausgewählter elektronischer Musik. DIE KÜNSTLER Das Ensemble Resonanz wurde 1992 als Musikerkommune gegründet. In seiner Heimatstadt Hamburg hat es die Konzertreihe Resonanzen in der Laeiszhalle etabliert (ab 2017 in der Elbphilharmonie). Armin Chodzinski arbeitet am Verhältnis zwischen Kunst und Ökonomie und deren Destillation im urbanen Raum. Seine Lesungen, Performance Lectures und künstlerische Arbeiten versteht er als Selbstversuch. Sebastian Reier hat sich in der Praxis wie als Publizist der Musikvermittlung verschrieben. Als DJ, Kurator und Produzent von Musikprogrammen liegen ihm insbesondere die Konzepte der frühen elektronischen Musik am Herzen.